Digitale Lehre – Tipps und Tricks für Lehrende

Der Artikel ist in abgeänderter Form bereits im Blog des Planspiellabors der Zeppelin Universität erschienen.

Alle, die schon mal online gelehrt haben, kennen es: Das große Schweigen. Dieser Moment, wenn man eine Frage in den virtuellen Raum schickt und nichts zurückkommt. Wenn man die Frage nochmal wiederholt und man beginnt zu überlegen: Ist meine Verbindung weg? Sind meine Teilnehmenden nur noch als Namensliste, aber nicht mehr mit dem Kopf da?

Digitale Lehre ist anstrengend – für beide Seiten; sowohl für die Lehrenden als auch für die Teilnehmenden. Denn es ist schwierig allein im Arbeitszimmer sitzend – vielleicht noch unterbrochen durch einen spontanen Besuch der eigenen Kinder – in den leeren Raum hinein einen Vortrag zu halten. Und es ist auch schwierig aufmerksam bei einer instabilen Internetverbindung zuzuhören, wenn es doch so viele großartige Ablenkungsangebote auf dem Computer oder dem Handy gibt.

Daher ist es wichtig die Onlinelehre so zu gestalten, dass die Teilnehmenden am Ball bleiben. Daher nachfolgend drei Vorschläge, was man sehr einfach tun kann.

Spielen mit Funktionen und Verteilen der Aufgaben

Egal welches Tool Sie verwenden, es hat mehr Funktionen als Videotelefonie und Folien abspielen. Zeigen Sie oder erkunden Sie gemeinsam mit Ihren Teilnehmenden ganz zu Beginn einer Veranstaltung, was die Plattform eigentlich alles kann: Chat, Notizen, Untertitel, Emotionsstatus, Handheben, usw. Legen Sie gemeinsam Spielregeln fest, wie welche Funktionen genutzt werden: Chat für Fragen während des Vortrags, Notizen für Aufgabenstellungen, Untertitel für ein Liveprotokoll, Emotionsstatus für eine Rückmeldung während des Vortrags, … Vergeben Sie in jeder Sitzung Aufgaben: Mitschrift in den Notizen, Moderation des Chats. Sie müssen nicht Alleinunterhalterin oder Alleinunterhalter der Lehrveranstaltung sein, machen Sie eine Teamarbeit daraus.

Medienwechsel

Es ist unglaublich ermüdend, am Bildschirm die ganze Zeit vor dem gleichen Programm zu sitzen. Daher bauen Sie in Ihrer Lehre einen Medienwechsel ein. Sei es, dass Teilnehmende zwischendurch Übungen über GoogleDocs oder Etherpad machen müssen, wo sie sich schreibend austauschen oder wo eine Diskussionsaufgabe nicht in Breakouträumen gemacht wird, sondern ganz klassisch am Telefon – vielleicht sogar verbunden mit einem Spaziergang. Letzteres geht nur, wenn Sie vorher von allen die Telefonnummern und Erlaubnis erhalten haben, diese zu teilen bzw. wenn die Teilnehmenden untereinander ohnehin alle Telefonnummern voneinander haben. Der Medienwechsel durchbricht die Routine und aktiviert die Studierenden. Das einzig wichtig hierbei ist: Denken Sie daran, klare Zeitangaben zu machen: „In 10 Minuten, also um 11.20 treffen wir uns wieder alle hier in diesem virtuellen Raum.“

Aktivierung

Haben Sie keine Hemmungen, zwischendurch etwas ganz anderes zu machen. Denn die Teilnehmenden lenken sich ohnehin zwischendurch mit was anderem ab, wenn es zu eintönig wird. Und sie bleiben eher bei Ihnen, wenn Sie für die Abwechslung sorgen. Zum Beispiel können Sie mit den Teilnehmenden zwischendurch eine Assoziationskette bilden. Sie geben einen Begriff vor und sagen einen Namen. Die genannte Person muss auf den Begriff einen anderen Begriff assoziieren und gibt diesen Impuls an eine andere Person weiter. Je nach Gruppengröße reichen zwei bis fünf Minuten, um eingeschlafene Hirnareale aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.

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