Nadine Meidert – Von Daten, Menschen und dem wunderbaren Impro-Flow

Liebe Freunde,

ihr habt euch schon mal gefragt, wer denn eigentlich die Menschen hinter dem Improtheater Konstanz so sind?

Wie wir, die mit euch telefonieren, euch schreiben, euch zu Veranstaltungen einladen, euere Kursanmeldungen entgegennehmen, die auf der Bühne stehen, die im Hinter- und Vordergrund den kühlen Kopf und das heitere Herz bewahren, eigentlich so drauf sind?

Dann seid ihr in unserer neuen Reihe „Posiealbum“ genau richtig. Hier werde ich immer wieder mal jemanden aus unserem Team interviewen und euch vorstellen. Heute, stellt sich Nadine vor. Nadine ist seit 2019 Teil des Improtheater Konstanz – Office Teams. Ich habe ihr 10 Fragen gestellt und 10 Antworten erhalten. Lest selbst:

1. Wie heißt du?

Nadine Meidert

2. Wie kam es dazu, dass du Teil des ITK wurdest? Oder kurz: Warum Improtheater Konstanz?

Wo fange ich da am besten an? Im Grunde fing es damit an, dass ich vor fünf Jahren beschlossen habe, dass ich ein Hobby brauche und angefangen habe beim ITK Impro-Kurse zu machen. Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass die Dinge, die Impro ausmachen, Haltungen und Grundhaltungen sind, die nicht nur im Leben allgemein hilfreich sind, sondern dass ich ganz viel davon auch bei meiner Arbeit als Hochschuldozentin und Beraterin einsetzen konnte. Und so kam zur Liebe zum Impro als Hobby, auch noch die Liebe zu den Methoden der angewandten Improvisation. Und so führte das eine zum anderen, so dass ich immer mehr ins ITK reingewachsen bin: Von einer Kursteilnehmerin, über eine Komplizin, hin zum Teil des Kernteams.

3. Was ist deine Rolle innerhalb des ITK?

Ich bin neben Roberto Geschäftsführerin, was heißt, ich bin für administrative und sonstige Entscheidungen mitverantwortlich. Inhaltlich liegt mein Fokus darauf zu überlegen, wie wir den Businessbereich beim ITK weiter ausbauen können. Im Businessbereich haben wir Angebote für Unternehmen und andere Organisationen, wo wir zum Beispiel große Veranstaltungen oder Konferenzen begleiten oder wo wir in Workshops mit Methoden der angewandten Improvisation Haltungen vermitteln, die in der Geschäftswelt – in ganz unterschiedlichen Bereichen – hilfreich sind.

4. Spielst du selbst auch Impro? Und wenn ja, nur im ITK oder auch woanders?

Ich spiele bei den Komplizen des ITK, aber sonst in keinem Ensemble. Aber ich schaue, dass ich ganz viel Impro-Erfahrungen und -Erlebnisse zusätzlich an anderen Orten sammeln kann. So trainiere ich an der Zeppelin Universität eine kleine Impro-Gruppe der Drama Society und ich schaue, dass ich viel auf Festivals und externe Workshops komme … gerade schwierig, aber dafür gibt es aktuell unglaublich viele tolle digitale Angebote.

5. Was hat Impro in deinem Leben bewirkt?

Viel 🙂 Es hat definitiv was mit meiner Haltung gemacht, wie ich an Dinge herangehe. Ich schaffe es leichter, Dinge nicht mehr so ernst zu nehmen. Ich glaube, Impro ist auch ein Grund, warum ich mich entschieden habe, beruflich nicht was mit Daten, sondern mit Menschen zu machen. Und außerdem habe ich durch das Impro sehr viele wunderbare Menschen kennengelernt.

6. Was bedeutet für dich Lampenfieber?

Lampenfieber bedeutet für mich das nötige Adrenalin, um auf den Punkt für das Publikum die beste Version von sich selbst abrufen zu können. Dazu muss ich sagen: Ich habe schon lange kein richtiges Lampenfieber mehr mit großem Aufgeregtsein gehabt. Was ich aber immer habe – und zwar auch, wenn ich für ein Seminar in den Kursraum gehe (und das mache ich schon seit über zehn Jahren) – ist so ein kurzes Gribbeln im Bauch und das Gefühl, dass sich das Hirn jetzt so richtig hochfährt. In dieser wunderbar kleinen Form ist Lampenfieber echt was großartiges.

7. Was war bisher dein schönestes Erlebnis beim Impro?

Lange nachgegrübelt. Kann ich gar nicht sagen, weil es da viele gibt. Aber es waren immer Szenen, in denen dieser magische Impro-Moment passierte, wo alle Spielenden gemeinsam genau wissen, wohin es geht. Wo man sich so nah ist, dass man eine Übereinkunft über die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat. Dann ist Impro nicht mehr dieses Herantasten und Ausprobieren, sondern dann ist es ein wunderbarer flow.

8. Was machst du, wenn du nicht im ITK-Office arbeitest oder auf der Bühne improvisierst?

Dann arbeite ich noch als Leiterin des Planspiellabors an der Zeppelin Universität oder als Geschäftsführerin der Konvena UG (haftungsbeschränkt). Da bleibt zugegebenerweise wenig Zeit für Hobbies. Aber in meiner Freizeit unterhalte ich mich gerne mit lieben Menschen, lasse mich von meinem Mann bekochen oder schaue ganz gemütlich Filme oder Serien.

9. Was macht für dich einen perfekten Tag aus?

Da halte ich es mit Harald Juhnkes Definition von Glück: Keine Termine und leicht einen sitzen. Letzteres muss nicht sein, aber so ein unbeschwerter Tag ohne irgendwelche Termine, wo man schauen kann, wo er einen hinträgt, ist was sehr wunderbares … wonach ich mich zugegenerweise aktuell auch ziemlich sehne 😉

10. Wärest du gerne berühmt? Wenn ja, wofür?

Ich wäre gerne Expertin. Für was wäre mir fast relativ egal. Aber Hauptsache Expertin, so dass ich bei Talkshows ein häufiger und gern gesehener Gast wäre, bei der Tagesschau dann in der Fernschalte dazugeholt werde und ich in der Zeit, der FAZ und in der Süddeutschen regelmäßig Gastbeiträge schreibe. Wichtig wäre nur, ich müsste so sehr Expertin sein, dass ich so berühmt bin, dass ich als Promi bei Let’s Dance teilnehmen könnte 😉

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